Weil sich nicht jeder
selber wehren kann!

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Verurteilter Millionenbetrüger wird Personalchef bei integra

„Ich fordere eine vollständige Aufklärung aller Vorwürfe und eine sofortige Suspendierung des betroffenen Mitarbeiters Mika S. bis alle Untersuchungen vollständig abgeschlossenen sind“, so AK-Vizepräsidentin Manuela Auer zum jüngst bekannt gewordenen Fall rund um einen verurteilten deutschen Millionenbetrüger, der für integra arbeitet. „Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich noch eine Haftstrafe offen ist – wie es derzeit im Raum stehe – ist das Dienstverhältnis unverzüglich aufzulösen!“

Wie mittlerweile bekannt wurde, hat integra den verurteilten Deutschen nicht nur eingestellt, sondern ihn mittlerweile sogar zum Bereichsleiter für Personal befördert. Für Auer eine Position, die mit viel Verantwortung und Führung von Menschen zu tun hat: „Für mich ist das mit der Vorgeschichte von Mika S. nicht vereinbar.“

Zum Hintergrund: Mika S. wurde vom Obergericht des Fürstentums Liechtenstein rechtskräftig zu einer 7-jährigen Haftstrafe wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs verurteilt. Diese Haftstrafe hat er auch verbüßt. Auch in Österreich sind viele Menschen zum Opfer seiner kriminellen Handlungen geworden. Bis zu 2.000 Anleger soll Mika S. betrogen haben und damit einen Schaden von 30 bis 50 Millionen Euro angerichtet haben.

Nun gebe es aber Gerüchte über eine noch eine offene Haftstrafe basierend auf einem Urteil in der Schweiz. „Stimmen diese Vorwürfe?“, will Auer wissen. Wenn ja, würde das nämlich bedeuten, dass Mika S. noch einmal ein Jahr in Haft muss. „Ich fordere AK-Präsident Hubert Hämmerle und AK-Direktor Rainer Keckeis in ihrer Funktion als Träger und Hauptgesellschafter von integra auf, unverzüglich alle offenen Fragen zu beantworten und sämtliche Vorwürfe zu untersuchen“, verlangt Manuela Auer.  

 „Integra ist eine äußerst wichtige Einrichtung, die unter anderem Langzeitarbeitslosen bei der Wiedereingliederung hilft und dafür auch Förderungen vom AMS erhält. Umso wichtiger ist es, dass gerade integra die soziale Verantwortung ernst nimmt. Natürlich stehe ich dafür, dass jeder Mensch nach einem Fehler eine zweite Chance verdient. Allerdings nur, wenn alle Vorwürfe aus dem Weg geräumt sind“, stellt Manuela Auer klar. Nur dann könne man über eine Resozialsierung überhaupt nachdenken, so Auer abschließend.

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