Der Krieg im Iran treibt die Spritpreise nach oben. Innerhalb weniger Tage verteuerten sich Diesel und Benzin an den Tankstellen massiv. „Diese rasanten Preissprünge sind schlicht nicht nachvollziehbar. Internationale Krisen dürfen kein Freibrief sein, um Preise an den Zapfsäulen in die Höhe zu treiben“, kritisiert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer von der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter:innen (FSG).
Während für viele Arbeitnehmer:innen der Weg zur Arbeit spürbar teurer wird, wächst die Sorge, dass der Preisschub auch andere Waren und Dienstleistungen verteuert und damit die Inflation erneut anheizt. „Wer auf das Auto angewiesen ist, spürt die höheren Kosten sofort im Geldbörsel. Gleichzeitig treiben steigende Treibstoffpreise auch Transportkosten nach oben – mit Folgen für viele andere Produkte des täglichen Lebens“, betont Auer.
Die AK-Vizepräsidentin weist das Argument zurück, wonach die Entwicklung allein mit gestiegenen Rohölpreisen zu tun haben soll. Der Ölpreis liegt derzeit sogar unter dem Niveau von Anfang 2025. Für Auer ist deshalb klar, dass die Entwicklung genau geprüft werden muss. „Es darf nicht sein, dass Krisen ausgenutzt werden, um Gewinne auf Kosten der Menschen zu maximieren“, betont sie.
Auer fordert entschiedene Maßnahmen. Neben einer raschen Untersuchung der Preisentwicklung könne der Bund auch über eine sogenannte Margenregelung in die Preise eingreifen. Dabei würde der Staat festlegen, wie hoch der maximale Aufschlag von Raffinerien und Tankstellen auf den Einkaufspreis sein darf. „So könnten überzogene Gewinne verhindert und extreme Preissprünge abgefedert werden.“
„Wenn Margen explodieren, während die Menschen immer stärker belastet werden, ist das nicht zu rechtfertigen“, sagt Auer. Klar ist für sie: Ohne Eingriffe drohen nicht nur höhere Spritpreise – sondern auch eine neue Teuerungswelle.