Soziale Verantwortung statt Sparpolitik!

Auer warnt vor Kahlschlag im Sozial- und Gesundheitsbereich

 

 

„Wer bei sozialer Sicherheit und Gesundheit spart, spart an der Zukunft der Menschen in diesem Land.“ Mit diesen klaren Worten macht AK-Vizepräsidentin Manuela Auer unmissverständlich klar: „Die geplanten Kürzungen im Sozialfonds und die Art, wie die sogenannte Spitalsreform umgesetzt wird, sind ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.“  Auer fordert eine klare Kehrtwende in der Sozial- und Gesundheitspolitik des Landes. „Wenn bei Strukturen und Budgets gespart wird, trifft das immer die Menschen – Familien, Kinder, ältere Personen und Menschen mit Behinderungen.“ 

Besonders kritisch sieht die Gewerkschafterin den Prozess zur Spitalsreform und die Entscheidung, die Geburtenstation von Dornbirn nach Bregenz zu verlegen. Über 56.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift ein klares Zeichen gegen die Schließung gesetzt. Trotzdem wird die Dornbirner Geburtenstation bald Geschichte sein. Auer vertritt hier ganz klar die Position: „Wir brauchen eine Geburtenstation in Bregenz, Dornbirn und Feldkirch. Schlimm genug, dass trotz aller Bemühungen die Geburtenstation in Bludenz geschlossen wird. “ Das sei verantwortungslos und ein gesundheitspolitischer Rückschritt, so Auer.

„Anstatt für stabile, wohnortnahe Gesundheitsstrukturen zu sorgen, werden funktionierende Angebote zerschlagen – ohne Perspektive, wie die Versorgung künftig flächendeckend sichergestellt werden soll“, warnt Auer. „Die Beschäftigten wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, viele fühlen sich übergangen. Das ist kein Reformprozess, das ist Diktat von oben herab.“

Das Land investiere derzeit hohe Summen in Umstrukturierungen, ohne ein klares Konzept über das Jahr 2030 hinaus. Damit werde nicht nur Planungssicherheit zerstört, sondern auch das Vertrauen der Beschäftigten und der Bevölkerung verspielt. Vielmehr brauche es die Sicherstellung einer flächendeckenden, wohnortnahen Gesundheitsversorgung sowie eine langfristige Zielsteuerung über 2030 hinaus, um Stabilität und Planbarkeit zu schaffen. 

Auer abschließend: „Ich erwarte in Zukunft von der Landesregierung Transparenz statt Schönfärberei. Soziale Gerechtigkeit muss immer Maßstab jeder Budgetpolitik sein.“