Sozialabbau: Kritik an Kürzungen

Auer kritisiert Kurs der Regierung scharf: „Das ist Sozialabbau“

 

Die schwarz-blaue Landesregierung zieht ihren eiskalten Sparkurs im Sozialbereich weiter durch – und das mit spürbaren Folgen. Heuer wurden bereits sechs Millionen Euro gekürzt, nun sollen im kommenden Jahr weitere 15 Millionen folgen. Für viele soziale Einrichtungen bedeutet das eine Belastung, die kaum noch zu stemmen ist. Schlussendlich trifft es jene Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind: Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und Familien mit besonderen Herausforderungen. 

AK-Vizepräsidentin Manuela Auer (FSG) findet dafür klare Worte. „Die jüngsten Beschlüsse sind nichts anderes als ein systematischer Rückzug der Landesregierung aus ihrer Verantwortung. Die letzten Kürzungen haben bereits dazu geführt, dass Angebote reduziert und Familien zusätzlich belastet wurden. Wenn jetzt 15 Millionen dazukommen, geht es an die Substanz.“ Die Einrichtungen würden fieberhaft versuchen, die Lücken irgendwie zu schließen. Viele seien am Limit, manche darüber hinaus.

Die Landesregierung setzt die sozialen Träger dabei vor vollendete Tatsachen. Auer hält das für sehr gefährlich: „Man kann nicht kürzen, ohne die Betroffenen einzubeziehen und gleichzeitig so zu tun, als ob die Qualität gleich bleibt. Das ist Sozialabbau – und zwar auf Kosten der kommenden Generationen.“ Statt zu entlasten, verschärfe Schwarz-Blau die Lage für jene, die rasch Hilfe und Unterstützung brauchen und nicht auf lange Wartelisten gehören. 

Auer stellt klar: „Vorarlberg kann sich vieles leisten, aber sicher nicht einen Rückzug aus seiner sozialen Verantwortung. Es droht eine Zukunft, in der Solidarität nur noch danach bewertet wird, was das Budget hergibt. Gerade jetzt braucht es aber eine soziale Politik mit Herz und Verstand. Denn eine starke Gemeinschaft entsteht nicht durch blindes Sparen, sondern durch Investitionen in soziale Sicherheit.“