Was in Salzburg passiert ist, ist ein Alarmsignal für ganz Österreich: 15.000 Pflegekräfte sollten den Pflegebonus verlieren, weil die Landesregierung die vom Bund dafür bereitgestellten Mittel ins eigene Budget verschieben wollte. „Ein Sparpaket auf dem Rücken jener Menschen, die täglich Schwerstarbeit leisten“, kritisiert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer (FSG). Nach einem massiven Aufschrei hat das Land die Streichung aufgeschoben. „Genau deshalb braucht es jetzt das Volksbegehren gegen den geplanten Pflegeraub!“
Gefordert wird eine klare Zweckwidmung der Bundesmittel, damit der Pflegebonus auch wirklich bei den Beschäftigten ankommt. Außerdem muss die Finanzierung über 2028 hinaus gesichert und der Bonus allen Pflege- und Betreuungsberufen zugänglich gemacht werden. „Es darf nicht vom Goodwill einzelner Landesregierungen abhängen, ob Pflegekräfte bekommen, was ihnen zusteht“, bekräftigt Auer.
In Vorarlberg ist die Situation eine andere – noch. Ein Teil des Bonus wurde bereits ins Gehalt eingerechnet. Für die Beschäftigten bedeutet das mehr Sicherheit und eine dauerhafte Absicherung im Einkommen. Die zweite Hälfte soll noch folgen. Zudem gibt es die Zusage von Landesrätin und Landeshauptmann, dass das Geld auch nach dem Auslaufen der Bundesfinanzierung weiterbezahlt wird.
Doch: Versprechen allein reichen nicht. „Was in Salzburg passiert ist, zeigt, wie schnell Mittel zweckentfremdet werden können. Deshalb braucht es eine bundesweite Absicherung“, betont Auer. Sie ruft die Vorarlberger:innen auf, das Volksbegehren zu unterstützen. „Es geht um Solidarität mit den Kolleg:innen in Salzburg – und um ein starkes Signal für alle Pflegekräfte im Land!“
„Wer heute in der Pflege spart, spart an Menschlichkeit. Der Pflegebonus ist kein Almosen, sondern Anerkennung für Verantwortung, Belastung und Professionalität. Jetzt unterschreiben heißt: Haltung zeigen.“
Weitere Infos finden Sie unter: www.stoppdenpflegeraub.info