Pensionslücke endlich schließen!

Zimmermann: „46,7 Prozent weniger Pension für Frauen“

 

„Wieder ist ein Jahr vorbei, und wieder hat sich fast nichts an der Schließung der Pensionslücke getan. Mit einem Pensionsunterschied von 46,4 Prozent ist Vorarlberg im Bundesländer-Vergleich einmal mehr Schlusslicht! Wer die Pensionslücke schließen will, muss die Ursachen an der Wurzel packen“, das fordert Elke Zimmermann, Landesvorsitzende der FSG-Frauen (Frakion Sozialdemokratischer Gewerkschafterinnen) anlässlich des Equal Pension Day.
Am 14. Juli, dem Vorarlberger Equal Pension Day, hatten Vorarlberger Männer bereits so viel Pension am Konto wie Frauen erst Ende des Jahres. Die durchschnittliche Alterspension ist in Vorarlberg sehr ungleich verteilt. Während Männer eine monatliche Durchschnittspension von 2.627 Euro beziehen, sind es bei Frauen nur 1.408 Euro. Das müsse sich endlich ändern! Für Zimmermann ist klar: „Die Weichen für die Altersarmut von Frauen werden mitten im Erwerbsleben gestellt.“ 
Die Schere zwischen Frauen- und Männerpensionen entstehe aufgrund verschiedener Faktoren, darunter magere Einstiegsgehälter, Karriereknicke oder prekäre Jobs, so die Gewerkschafterin. Die Schieflage sei systematisch, denn - so Zimmermann – Frauen würden nicht freiwillig in die Teilzeitfalle flüchten. Es fehle an Betreuungsplätzen, Pflegeinfrastruktur und gerechter Aufteilung von Care-Arbeit. 
„Wir brauchen dringend Maßnahmen gegen Frauenarmut im Alter. Dazu gehören eine faire Entlohnung, eine Kinderbetreuungsgarantie, eine Pflege-Offensive, alters- und alternsgerechte Arbeitsplätze und vor allem eine rasche Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie“, so Zimmermann abschließend. „Niedrige Pensionen sind kein Schicksal und kein persönliches Versagen. Sie sind das Resultat von Strukturproblemen Die Pension ist ein Grundrecht, kein Privileg. Die Politik von heute bestimmt die Armut von morgen.“