Weil sich nicht jeder
selber wehren kann!

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Manuela Auer: „Rechtsanspruch durchgesetzt!“

Die Abwahl der alten Kurz-Strache Regierung beschert den ArbeitnehmerInnen eine ganze Reihe von positiven Maßnahmen auf Bundesebene. So wurde etwa die von Kurz gekappte „Aktion 20.000“, mit der vielen älteren arbeitssuchenden Menschen wieder eine Erwerbstätigkeit ermöglicht wird, vom Parlament auf Antrag der SPÖ neuerlich beschlossen. Auch das von mehr als 900.000 Menschen geforderte generelle Rauchverbot wurde vom Parlament besiegelt. Zu diesen positiven Nachrichten aus dem Parlament zählt auch der Beschluss des von den Gewerkschaften lange geforderten Papamonats.

Unbezahlte Auszeit, aber 700 Euro Ausgleichzahlung
Papamonat nennt man die vierwöchige Auszeit, die Väter nach der Geburt ihrer Kinder beantragen können. In dieser Zeit sind Mütter im Mutterschutz. So können die Eltern den ersten Monat nach der Geburt gemeinsam mit ihrem Neugeborenen verbringen. Die Karenzzeit startet erst danach. Während des Papamonats gibt es zwar keine Gehaltsfortzahlung, es handelt sich um eine unbezahlte Auszeit. Vom Staat gibt es jedoch 700 Euro Ausgleichszahlung, den sogenannten Familienzeitbonus.

Ein Erfolg für junge Familien
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer: „Von Strache versprochen, aber nicht gehalten, war es der SPÖ vorbehalten, auch hier mit einer eigenen Initiative für Rechtssicherheit mittels parlamentarischem Beschluss zu sorgen. Nun haben alle Väter, unabhängig davon, wo sie beschäftigt sind – die Chance, sich aktiv in die Kinderbetreuung einzubringen.“

Karenz wird künftig voll angerechnet!
Auch für all jene, die künftig in Karenz gehen, gibt es nun Verbesserungen. Die Karenzzeit wird zukünftig voll bei Gehaltsvorrückungen, Urlaubsanspruch und Kündigungsschutz berücksichtigt. Von dieser Novelle profitieren vor allem Frauen. Bisher wurden etwa für die Bemessung der Gehaltsvorrückungen oder der sechsten Urlaubswoche höchstens zehn Monate angerechnet – egal, wie lange die Mutter (oder der Vater) tatsächlich für die Kinderbetreuung zu Hause blieben. Jetzt werden pro Kind bis zu zwei Jahre angerechnet: Das bringt Frauen bis zu 800 Euro im Jahr. Die Arbeitnehmervertreterin dazu: „Jahrelang haben wir GewerkschafterInnen versucht, eine kollektivvertragliche Lösung zu erreichen. Leider wurde jede Verbesserung  - trotz Versprechungen - von der ArbeitgeberInnenseite blockiert. Die jetzige Lösung über das Parlament bringt nun endlich die geforderte, wichtige sozialpolitische Lösung.“

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