Nein zur Sonntagsöffnung im Handel!

FSG-Arbeitnehmervertreter:innen warnen vor Belastungen für Beschäftigte

 

Die FSG-Vorarlberg kritisiert die Ausweitung der Sonntagsöffnung für Lebensmittelgeschäfte. Arthur Tagwerker von der Gewerkschaft GPA und AK-Vizepräsidentin Manuela Auer warnen vor einem schleichenden Einstieg in die generelle Sonntagsarbeit im Handel – auf Kosten der Beschäftigten. Für sie ist klar: „Es darf keine weitere Aufweichung der Sonntagsruhe geben!“

Zwar dürften vorerst nur Geschäftsinhaber:innen ihre Läden am Sonntag öffnen, doch genau darin sieht Tagwerker eine gefährliche Entwicklung: „Solche Ausnahmen bleiben selten Ausnahmen. Was heute als Sonderregel verkauft wird, kann morgen zum Normalfall werden. Am Ende wächst der Druck, auch Beschäftigte einzusetzen.“ Auch AK-Vizepräsidentin Manuela Auer lehnt die Pläne klar ab. „Der arbeitsfreie Sonntag ist eine wichtige soziale Errungenschaft. Er schützt nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten, sondern stärkt auch das Familien- und Gemeinschaftsleben. Diese Errungenschaft darf nicht Schritt für Schritt ausgehöhlt werden.“

Für Tagwerker steht fest: „Wer im Handel arbeitet, weiß, wie hoch der Druck schon heute ist. Personalmangel, kurzfristiges Einspringen und immer längere Öffnungszeiten gehören für viele längst zum Alltag. Der Sonntag ist oft der einzige verlässliche Tag für Familie, Freunde und Erholung. Wird daran gerüttelt, trifft das unmittelbar die Beschäftigten.“ Besonders kritisch sieht Tagwerker, dass die Verordnung ohne Einbindung der Arbeitnehmer:innenvertretung vorbereitet wurde. 

Zudem stelle sich die Frage nach dem Nutzen. Zusätzliche Umsätze seien durch Sonntagsöffnungen kaum zu erwarten, vielmehr würden Einkäufe lediglich auf einen weiteren Öffnungstag verlagert. Für Tagwerker und Auer ist daher klar: Vorarlberg braucht keine schleichende Sonntagsöffnung, sondern faire Arbeitsbedingungen und ausreichend Zeit für Erholung. Der arbeitsfreie Sonntag müsse auch künftig geschützt bleiben.