Land spart bei den Kleinsten

Schwarz-Blau verschärft mit Personaleinsparungen Krise in Kindergärten

 

Das Land Vorarlberg streicht 18 Gemeinden die Förderungen für zusätzliches Kindergartenpersonal. Begründet wird dies mit sinkenden Kinderzahlen und einer rückläufigen Geburtenrate. Das bedeutet: Gemeinden müssen bereits geplante Einstellungen zurücknehmen. Und: „Für die Elementarpädagog:innen, die bereits mit der Zusage geplant haben, ist es ein Schlag ins Gesicht. So zerstört man Vertrauen“, wird AK-Vizepräsidentin Manuela Auer (FSG) deutlich. 

„Das Personal ist am Limit, während die Landesregierung sich vor der Realität in den Einrichtungen verschließt und die Lage schönredet", kritisiert Auer. Eine Umfrage der AK Vorarlberg unter 1.300 Beschäftigten zeigt ein alarmierendes Bild. Über ein Drittel kann die Aufsichtspflicht nur teilweise, mehr als die Hälfte den Bildungsauftrag nicht ausreichend erfüllen. Zwei Drittel schaffen es nicht, auf individuelle Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Und rund 70 Prozent denken zumindest gelegentlich an einen Berufswechsel.

„Statt die Rahmenbedingungen zu verbessern, setzt das Land den Sparstift an. Das ist nicht nur kurzsichtig, sondern gefährlich.“ Schon jetzt kämpfen Gemeinden damit, Personal zu finden. Sollten die Geburtenzahlen doch nicht sinken, wird es noch schwerer sein, offene Stellen zu besetzen. „Die Gemeinden kennen den Bedarf vor Ort. Wenn ihnen Mittel entzogen werden, trifft das direkt die Qualität der Betreuung. Das Ziel muss jedoch sein, unseren Kindern die beste Bildung zu ermöglichen. Dafür braucht es mehr Personal, kleinere Gruppen und mehr Zeit für Förderung.“ 

Die Botschaft ist für Auer fatal: „Für die schwarz-blaue Landesregierung sind Elementarpädagog:innen kein Zukunftsinvestment, sondern ein Kostenfaktor. Genau diese Haltung treibt viele aus dem Beruf. Wer so Politik macht, spart nicht, sondern verschiebt die Rechnung in die Zukunft. Auf dem Rücken unserer Kinder!“