Kürzungen mit fataler Wirkung

AK-Vize Auer: Schwarz-Blau spart und verschärft die Wohnungsnot!

 

 

AK-Vizepräsidentin Manuela Auer übt scharfe Kritik an den von ÖVP und FPÖ geplanten Kürzungen bei der Wohnungslosenhilfe. „Wer bei Beratung und Betreuung spart, spart bei den Menschen und treibt sie erst recht in existenzielle Notlagen“, warnt Auer. Angesichts explodierender Wohnkosten sei diese Politik nicht nur sozial kalt, sondern auch ökonomisch absurd. Der Bedarf an Unterstützung steige, dennoch werde genau dort gekürzt, wo Probleme frühzeitig abgefangen werden könnten.

Im Schnitt nehmen in Vorarlberg jährlich rund 3.000 Menschen Angebote der Wohnungslosenhilfe in Anspruch. Dabei geht es längst nicht nur um Obdachlosigkeit. Immer mehr Menschen können ihre Miete kaum noch bezahlen, kämpfen mit Rückständen oder drohenden Delogierungen. Die hohen Wohnkosten setzen breite Teile der Bevölkerung unter Druck, der Beratungsbedarf wächst.

Besonders alarmierend ist: Im Vorjahr stieg die Zahl der Delogierungen in Vorarlberg um 12,7 Prozent. Für Auer ist klar: „Diese Entwicklung ist das Ergebnis politischer Entscheidungen und sie wäre vermeidbar. Mit einem Ausbau der Beratung ließen sich viele Delogierungen verhindern.“ Statt präventiv zu handeln, streiche Schwarz-Blau die Mittel aber. 

Die ARGE Wohnungslosenhilfe warnt vor einem massiven Qualitätsverlust. Gerade das Vorarlberger Modell mit Delogierungsprävention und „Housing First“ habe bundesweit Anerkennung gefunden. Auer warnt zudem vor massiven Folgekosten. Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien zeigt: Jeder Euro, der in Delogierungsprävention investiert wird, bringt einen gesellschaftlichen Mehrwert von 94 Euro. 

Auer fordert daher die Rücknahme der Kürzungen, eine langfristig gesicherte Finanzierung der Wohnungslosenhilfe sowie die jährliche Indexierung von Sozialhilfe, Wohnbeihilfe und Heizkostenzuschuss. „Sozialpolitik darf Probleme nicht verwalten – sie muss sie verhindern.“