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Auer: „Gesundheitsversorgung - brauchen attraktive Modelle für Ärzt:innen und Patienten!“

Längere Öffnungszeiten, kürzere Wartezeiten und eine bessere medizinische Betreuung unter einem Dach. Das sind die großen Vorteile der geplanten Primärversorgungszentren (PVZ). AK-Vizepräsidentin Manuela Auer nahm vergangene Woche die Gelegenheit des Besuchs von Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse, zum Anlass, sich mit ihm über den Fortschritt der Planungen auszutauschen. Bis 2021 müssten laut österreichischem Gesundheitsplan in Vorarlberg drei sogenannte Primärversorgungszentren eingerichtet sein – zwei im Norden und eines im Süden des Landes. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Leistungen in den Zentren sind kostenfrei!
In den Primärversorgungszentren, die künftig Erstanlaufstellen in der Gesundheitsversorgung sein werden, arbeiten mindestens drei ÄrztInnen der Allgemeinmedizin mit Angehörigen der Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege zusammen. Dies wird ergänzt durch Ordinationsassistent:innen, sowie allenfalls einer Fachstelle für Kinder- und Jugendheilkunde. Außerdem können orts- und bedarfsabhängig weitere Gesundheitsberufe hinzugezogen werden. Ein weiterer Vorteil für die Patient:innen: In den Primärversorgungszentren kann man wie gewohnt einen „Hausarzt“ bzw. eine „Hausärztin“ wählen. Der Vorteil dabei: Im Vertretungsfall gibt es trotzdem jemanden, der Patient:innen und Krankengeschichte kennt. Die Leistungen in den Zentren sind Kassenleistungen und damit für die Patientinnen kostenfrei! Manuela Auer: „Das alles bringt enorme Vorteile für die Patient:innen und schafft attraktive Arbeitsplätze für Ärzt:innen!“

Auch die Ärzt:innen profitieren!
Untersuchungen zeigen, Ärzt:innen wollen neue Arbeitszeitmodelle, oft keine Selbstständigkeit mehr, sondern eine Anstellung, Teilzeitmodelle, job-sharing – Stichwort Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In den Primärversorgungszentren wird dies möglich. Zudem würden die Ärzt:innen und das gesamte Team von modernen Arbeitsbedingungen und der Teamarbeit profitieren. „Sie können sich besser spezialisieren, leichter vernetzen und austauschen“, so Auer. Sie fordert eine rasche Umsetzung der geplanten Zentren in Vorarlberg. „Die Primärversorgungszentren sind für unser Bundesland enorm wichtig. Daher gilt es, alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit wir so rasch wie möglich starten können“, so die Vizepräsidentin.

Kinderärztezentrum Dornbirn - fachübergreifend zum Wohl der Kinder!
Erfreulich und ein positives Beispiel für gut funktionierende und zukunftsweisende Modelle ist für Andi Huss und Manuela Auer das Kinderärztezentrums in Dornbirn. Möglich wurde dies vor allem durch das Engagement des aks Vorarlberg. Ein besonderer Dank gilt hier Mag. Georg Posch und Dr. Dr. Harald Schlocker. In einer Kooperation mit der Stadt Dornbirn, der Österreichischen Gesundheitskasse, dem Land Vorarlberg und der Ärztekammer hat das aks dieses Zentrum ins Leben gerufen.

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