Weil sich nicht jeder
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AK-Vizepräsidentin Auer: „Landesregierung schaut weg!“

„Die Verantwortlichen in der Landesregierung haben offenbar noch immer nicht erkannt, wie groß der Handlungsbedarf in der Pflege ist und, wie wichtig die Arbeit der PflegerInnen ist “. So reagiert Arbeiterkammer-Vizepräsidentin Manuela Auer auf die Anfragebeantwortung der Landesregierung. Die Arbeitnehmervertreterin engagiert sich – gemeinsam mit den BetriebsrätInnen in den Krankenhäusern  und Pflegeeinrichtungen des Landes – für die rasche Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich.

Vorarlberg ist Pflege-Schlusslicht!
In einer Anfrage an die verantwortlichen Regierungsmitglieder schildert Auer die reale Situation aus Sicht der Pflegekräfte und fordert die dringende Lösung des Personalproblems in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen des Landes. Die AK-Vizepräsidentin: „Das Verhältnis von Betreuten zu Betreuenden ist in Vorarlberg mehr als unzureichend. Unser Bundesland ist beim Personalschlüssel in den Krankenhäusern österreichweit sogar Schlusslicht!“

Pflege braucht Zeit!
Dass dieser Umstand mehrfach negative Konsequenzen nach sich zieht, liegt auf der Hand. Manuela Auer: „Gerade im Pflegebereich ist Zeit der wichtigste Faktor: Zeit für Pflege und Zeit für die PatientInnen. Je weniger Personal, desto schwieriger ist es für die KollegInnen in den einzelnen Einrichtungen, die notwendige Zeit aufzubringen. Aber ausreichend Zeit für Pflege ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Gesundung der PatientInnen bzw. der Aufrechterhaltung von Mobilität und damit der Lebensqualität alter und/oder gebrechlicher Menschen.

Hauptbetroffen: Frauen in Teilzeit
Die derzeitige Situation im Pflegebereich bedeutet allerdings, dass die MitarbeiterInnen erhebliche Mehrbelastungen in Kauf nehmen müssen. Kein Wunder, dass diese Situation zu Überbelastungen der MitarbeiterInnen führt. Manuela Auer: „Hauptbetroffen sind vor allem Frauen in Teilzeit, die Arbeit und Familie unter einen Hut bringen müssen.“

Regierung verweigert die Auskunft
In der Anfragebeantwortung der beiden verantwortlichen Regierungsmitglieder Bernhard und Wiesflecker werden die Fakten jedoch schön geschrieben. Manuela Auer: „So werden die Überstunden nur pro Krankenhaus aufgelistet und auf die insgesamt Beschäftigten heruntergerechnet. Die einzig aussagekräftige Zahl ist jedoch die Überstunden pro Abteilung zu ermitteln. Das wird von den verantwortlichen Regierungsmitgliedern jedoch verweigert.“

Realistischen Personalschlüssel beschließen!
Weder die Landesregierung, noch die verantwortliche  Krankenhausbetriebsgesellschaft ist offenbar willens, das Problem transparent und schnell zu lösen. Manuela Auer: „Was in diesem Bereich derzeit passiert ist brandgefährlich. Es ist nur dem großen Einsatz der Frauen und Männern im Pflegebereich zu verdanken, dass es bis jetzt noch zu keinen gröberen Zwischenfällen gekommen ist. Ich fordere daher einmal mehr einen realistischen Personalschlüssel. Die zuständigen Regierungsmitglieder müssen endlich für die notwendigen Maßnahmen sorgen!“

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