Hitzeschutz muss alle schützen

AK-Vize Auer fordert verbindliche Regeln auch in Innenräumen

 

Die Sommer werden heißer und damit wächst auch die Belastung für Arbeitnehmer:innen. Besonders betroffen sind Menschen, die körperliche Arbeit verrichten. Seit heuer gilt zwar eine neue Hitzeschutzverordnung, doch für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer von der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter:innen (FSG) ist klar:“ Das reicht noch lange nicht!“

„Wer bei großer Hitze auf Baustellen arbeitet, braucht wirksamen Schutz. Ausreichend Trinkwasser, Schatten, angepasste Arbeitszeiten und zusätzliche Pausen dürfen keine Ausnahme sein“, betont GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Ammann. Gerade Beschäftigte am Bau würden mit ihrer Arbeit die Infrastruktur für morgen schaffen – deshalb müsse ihre Gesundheit höchste Priorität haben. Ammann fordert zudem, dass Hitzeschutz bereits bei öffentlichen Ausschreibungen verbindlich mitgedacht wird.

Auch in Schulen, Pflegeheimen, Krankenhäusern, Werkstätten oder Büros steigen die Temperaturen oft auf ein belastendes Maß. Die Folgen reichen von Konzentrationsproblemen und sinkender Leistungsfähigkeit bis hin zu Kreislaufproblemen und einem höheren Unfallrisiko. „Arbeitgeber müssten verpflichtet werden, rechtzeitig für Beschattung, Kühlung, ausreichende Trinkmöglichkeiten sowie organisatorische Maßnahmen wie zusätzliche Pausen oder angepasste Arbeitszeiten zu sorgen“, fordert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer. 

Die vergangenen Wochen zeigen den Handlungsbedarf: Aus mehreren Schulen sowie aus Pflege- und Gesundheitseinrichtungen wurde über enorme Hitzebelastungen berichtet. Arbeiten und Lernen werden dort zunehmend zur gesundheitlichen Herausforderung. Auer und Ammann sind sich einig: Die neue Verordnung für Arbeiten im Freien ist ein wichtiger Fortschritt. „Nun braucht es aber ebenso klare gesetzliche Vorgaben für Innenräume“, so Auer. Denn ob auf der Baustelle, im Innenbereich gilt: „Hitze darf niemanden krank machen!“