Weil sich nicht jeder
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Manuela Auer: Dringender Appell an Betriebe, Kurzarbeit zu nutzen

Die Corona-Pandemie treffe alle Teile unserer Gesellschaft wie ein Blitz und stelle unser vorbildlich funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem auf eine harte Bewährungsprobe. So kommentiert AK-Vizepräsidentin, Manuela Auer die spürbaren Auswirkungen der Pandemie auf unser Land. 

Der österreichische Gedanke lebt!
„Mehr als 100.000 Arbeitslose innerhalb von wenigen Tagen, geschlossene Geschäfte und Betriebe, de facto Ausgangssperren, Isolation usw. zeigen, dass unsere Gesellschaft verwundbar ist und gemeinsam erzielte Errungenschaften quasi von einem Tag auf den anderen auch außer Kraft gesetzt werden können“, so Manuela Auer. Umso mehr gelte es jetzt den „österreichischen Gedanken“ des Gemeinsinns zu leben. Solidarität zwischen den Generationen, aber auch zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sei jetzt ein Gebot der Stunde.

Kurzarbeit statt Kündigung!
Die Sozialpartner haben umgehend auf die zu erwartende Krise auf dem Arbeitsmarkt reagiert und ein Kurzarbeitszeitmodell entwickelt, das Unternehmen ermöglicht - trotz de facto Betriebsschließungen -  die Arbeitsplätze zu erhalten. Auer: „Die steigende Zahl an Betrieben, die sich entschließen, ihre MitarbeiterInnen in Beschäftigung zu halten, ist höchst erfreulich. Dafür gebührt ihnen ein großer Dank! Es zeigt, dass das Miteinander zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen auch in Zeiten wie diesen funktioniert.“  Die AK-Vizepräsidentin appelliert auch an jene Unternehmen, die in einer ersten Reaktion bzw. Unsicherheit bereits Kündigungen ausgesprochen haben. „Diese Betriebe sollten - wo immer es möglich ist - diese Kündigungen zurücknehmen und im Nachhinein Kurzarbeit beantragen. Wir informieren und beraten diesbezüglich gerne“, so Auer. „Vor allem für Ganzjahresbetriebe in der Hotelerie/Gastronomie wäre das eine gute Option. So könnten die Betriebe das Stammpersonal für die Zeit nach Corona behalten und schnell wieder mit einer eingespielten und erfahrenen Mannschaft durchstarten.“

Wertschätzung muss über ein „Danke“ hinausgehen!
In diesen Tagen gelte es jedoch auch all jenen von ganzem Herzen zu danken, die das „System Österreich“ am Leben erhalten. Manuela Auer: „Dazu zählen die PflegerInnen in den Heimen und Krankenhäusern und die mobilen Dienste. Es ist den MitarbeiterInnen in dieser Branche zu wünschen, dass die Wertschätzung ihnen gegenüber auch nach der Krise anhält. Neben den ÄrztInnen sind es nämlich die PflegerInnen, die ApothekerInnen, VerkäuferInnen im Lebensmittelhandel und Drogerien, die Bediensteten der Post, in den Banken, die Reinigungskräfte, die MitarbeiterInnen der Müllabfuhr, die „Öffi-LenkerInnen“ und viele andere, die nun Systemerhalter sind. Mein Dank gilt aber auch den LehrerInnen und Beschäftigten in den Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen, sowie den vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Hilfskräften! Nicht zuletzt danke ich auch den vielen Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und unterrichten, und den älteren Mitmenschen, die sich an die Maßnahmen halten und zu Hause bleiben. Gemeinsam können wir in diesen Tagen und Wochen zeigen, dass unser Land auch die größte Herausforderung in der zweiten Republik mit Solidarität und Rücksicht, aber auch mit der Zuversicht bewältigen wird“, so die AK-Vizepräsidentin abschließend.

www.jobundcorona.at
Die Gewerkschaften sind für Sie da und helfen weiter. Auf der Website von ÖGB und AK www.jobundcorona.at werden die wichtigsten Fragen rund um den Arbeitsplatz beantwortet. Außerdem gibt es eine Hotline – von Montag bis Freitag ab 9 Uhr unter 0800/22120080. Sie können auch das Kontaktformular nutzen, wenn es zu längeren Wartezeiten kommt.

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