Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafte:innen (FSG) legt in der heutigen AK-Vollversammlung ein Bündel an Anträgen vor – eine Gegenstrategie zu Sparpolitik und Teuerung. Gefordert wird ein sofortiger Stopp der Kürzungen in Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich. AK-Vizepräsidentin Manuela Auer bringt es auf den Punkt: „Es braucht Prävention statt Reparatur und Stabilität statt kurzfristiger Einsparung."
Beratungsstellen reduzieren Angebote, Betreuung wird knapper, Personal arbeitet am Limit. In der Pflege fehlen Fachkräfte und Ausbildungsplätze. In der Kinderbetreuung drohen größere Gruppen und weniger individuelle Förderung. AK-Vizepräsidentin Auer spricht von einer „kurzsichtigen Verlagerung von Problemen".
Parallel rückt die Teuerung in den Fokus. Steigende Preise für Energie, Mobilität und Lebensmittel belasten viele Menschen. Die FSG Vorarlberg fordert Preisdeckel für Strom und Wärme, eine Anti-Teuerungskommission sowie ein transparentes Monitoring der Preisentwicklung. Vermögensbezogene Steuern sollen zur Finanzierung von Entlastungen beitragen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bauwirtschaft. Öffentliche Aufträge sollen nicht mehr nach dem billigsten Angebot vergeben werden. Die FSG fordert das Bestbieterprinzip: Qualität, faire Löhne, regionale Wertschöpfung und ökologische Kriterien sollen stärker zählen.
Zwei gemeinsame Anträge – ohne die Stimmen der Freiheitlichen – betreffen die Zweckwidmung der Wohnbauförderbeiträge, die Stärkung des gemeinnützigen Wohnbaus sowie einen Ausbildungsfonds mit einheitlichen Qualitätsstandards in der Lehrstellenförderung.
Die Stoßrichtung ist klar. Öffentliche Mittel sollen gezielt eingesetzt werden. Soziale Sicherheit, leistbares Wohnen und faire Arbeit werden als zentrale Punkte definiert. „Es ist ausreichend Wohlstand vorhanden – entscheidend ist seine gerechte Verteilung."