Erhalt der Geburtenstation

Auer fordert wohnortnahe Versorgung und klares Spitalsziel

 

Das Volksbegehren zum Erhalt der Geburtenstation in Dornbirn rückt die Gesundheitsversorgung im Land in den Fokus. Für AK-Vizepräsidentin (FSG) Manuela Auer ist klar: „Entscheidungen dieser Tragweite müssen von der Bevölkerung mitgetragen werden.“ Die FSG stellt sich daher hinter das Volksbegehren und ruft zur Beteiligung auf.

Im Zentrum steht für Auer die wohnortnahe Versorgung von Gebärenden. „Geburten sind nicht planbar. Umso wichtiger ist es, dass Frauen schnell und sicher versorgt werden“, betont sie. Deshalb fordert sie eine Geburtenstation in jedem Bezirk. Es gehe nicht darum, Standorte gegeneinander auszuspielen, sondern eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.

Grundsätzlich sei es sinnvoll, medizinische Fachbereiche bei höheren Fallzahlen zu bündeln, um Qualität und Expertise zu stärken. Doch diese Logik lasse sich nicht auf Geburten übertragen. „Hier braucht es Nähe statt Zentralisierung“, stellt Auer klar. Entscheidend sei, dass Versorgung erreichbar bleibt. „Das Volksbegehren setzt dafür ein sichtbares Zeichen.“

In der Debatte übt Auer auch scharfe Kritik an der Spitalsreform des Landes. Es fehle weiterhin ein klares Zielbild, wie die Spitalslandschaft nach 2030 aussehen soll. „Es wird betont, dass sieben Krankenhäuser zu viel seien, aber niemand sagt, welche Standorte bleiben und welche Funktionen sie haben werden“, warnt Auer. Gleichzeitig würden durch die Umsiedelung zwischen Dornbirn und Bregenz hohe Kosten entstehen, ohne langfristige Perspektive.

Für Unverständnis sorgt auch, dass die Bevölkerung erst jetzt zur Spitalsreform befragt wird. „Es wird bereits viel Geld verbrannt und gleichzeitig fehlen klare Antworten“, kritisiert Auer. Für die AK-Vizepräsidentin steht fest: Es geht um mehr als einzelne Standorte. Es geht um politische Verantwortung und um ein funktionierendes Gesundheitsnetz.