16 Tage gegen Gewalt: Null Toleranz für Gewalt

FSG Vorarlberg fordert konsequenten Schutz und klare Verantwortung

 

Gewalt gegen Frauen ist trauriger Alltag – auch bei in Vorarlberg. Die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“ erinnert jedes Jahr daran. Die Gewalt reicht von abwertenden Bemerkungen über psychischen Druck und wirtschaftliche Abhängigkeit bis hin zu körperlicher und sexualisierter Gewalt. Für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer steht fest: „Frauen müssen sich sicher fühlen können – egal wo.“

Jede dritte Frau erlebt körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt. Die Zahl der Betretungsverbote in Vorarlberg stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent an. Und auch am Arbeitsplatz ist Gewalt Realität. „Übergriffe gehören nicht zum Job“, stellt FSG-Frauenvorsitzende Elke Zimmermann klar. „Arbeitgeber:innen müssen Verantwortung übernehmen und Frauen wirksam schützen. Sie haben die gesetzliche Verantwortung, Gefahren zu reduzieren und Schutzmaßnahmen umzusetzen.“

„Wir setzen uns dafür ein, dass Gewalt auch als strukturelles Problem erkannt wird. Finanzielle Unabhängigkeit ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben“, betont Zimmermann. „Darum fordern wir gerechte Entlohnung – besonders in Berufen, die vor allem von Frauen getragen werden – sowie besseren Zugang zu Aus- und Weiterbildung.“

Schutz braucht auch Ressourcen. Frauenhäuser, Gewaltschutzzentren und Beratungsstellen arbeiten seit Jahren am Limit. „Es braucht mehr finanzielle Mittel und zusätzliche Stellen im Opferschutz“, sagt Auer. Dass Vorarlberg als eines der letzten Bundesländer keine Gewaltambulanz hat, hält sie für fatal und wurde auch vom Europarat kritisiert.

„Wir fordern eine konsequente Strategie: echte Prävention, klare Verantwortung der Arbeitgeber:innen und starke Unterstützungsstrukturen. Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema, sondern eine Frage der Menschenwürde“, betont Auer und erinnert daran, was das ganze Jahr gelten sollte: „Jede Frau hat das Recht auf ein Leben ohne Angst.“