Weil sich nicht jeder
selber wehren kann!

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Manuela Auer: „ArbeitnehmerInnen in den Mittelpunkt!“

Seit mehr als 130 Jahren feiert man in allen Teilen der Welt am 1. Mai den „Tag der Arbeit“. AK-Vizepräsidentin Manuela Auer: „Für uns ArbeitnehmerInnen ist das „der“ zentrale Feiertag. Der 1. Mai symbolisiert nicht nur die Rechte der arbeitenden Menschen, sondern zeigt auch, wie wichtig die Gewerkschaftsbewegung für eine demokratische Gesellschaft ist“. Der schönste Beweis dafür, so Auer weiter, sei die Entwicklung des 1. Mai vom Kampftag hin zum Staatsfeiertag. Erst durch den Kampf um mehr ArbeitnehmerInnen-Rechte sei der Gedanke des sozialen Ausgleichs in einer Gesellschaft zum zentralen Anliegen demokratisch organisierter Staaten geworden.

Arbeit schaffen!
Der diesjährige 1. Mai findet nun schon zum zweiten Mal – coronabedingt – ohne die traditionellen Maifeiern statt. Die Covid19-Pandemie hat für viele ArbeitnehmerInnen nicht nur ernsthafte gesundheitliche, sondern auch große, existentielle Probleme gebracht. Manuela Auer: „Hundertausende KollegInnen suchen Arbeit; manche davon schon mehr als ein Jahr. Während die Regierung die Wirtschaft großzügig unterstützt, müssen sich die ArbeitnehmerInnen in den hinteren Reihen um Hilfen anstellen. Das ist ungerecht und nicht hinnehmbar!“

Arbeit besser verteilen!
Angesichts der enormen Arbeitslosenzahlen sei eine generelle Arbeitszeitverkürzung das Gebot der Stunde. „Wenn wir wieder möglichst viele Menschen in Arbeit bringen wollen, muss die Arbeit besser verteilt werden. Eine Arbeitszeitverkürzung bringt die dringend benötigten Arbeitsplätze, entlastet den durch Corona stark strapazierten Sozialstaat und sorgt für vermehrte Kaufkraft“, so die AK-Vizepräsidentin.

Arbeitslosengeld erhöhen!
Die Wirtschaft ist auf Talfahrt, die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind verheerend. Obwohl mit der von ÖGB und AK initiierten Kurzarbeit hunderttausende Jobs gerettet wurden, hat Corona die größte Arbeitslosigkeit seit 1945 verursacht. Jetzt gelte es daher, die Betroffenen mit ihren oftmals existenziellen Sorgen nicht allein zu lassen. Manuela Auer: „Deswegen ist die Erhöhung des Arbeitslosengeld ein Gebot der Stunde. Die Anhebung auf 70 Prozent des letzten Einkommens ist eine der wohl wichtigsten sozialpolitischen Forderungen seit langem. Nur so verhindert man das Abrutschen großer Teile der Bevölkerung in die Armut.“

Arbeit entlasten - Millionen besteuern!
An diesem 1. Mai geht es für Auer aber vor allem auch um Verteilungsgerechtigkeit. Es gehe um die Frage, wer die Milliarden an Corona-Hilfen letztlich zu bezahlen habe. Manuela Auer: „Für mich ist klar: ohne einen fairen Beitrag der Reichen und Superreichen in Österreich wird das nicht gehen. An einer Millionärssteuer führt deshalb auch kein Weg vorbei.“

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