»„Politik muss handeln!“«
Alarmierend sind für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer die von der Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung erhobenen Zahlen zur Armut in Vorarlberg. Demnach sind 11,5 Prozent aller Vorarlberger armutsgefährdet und haben im Schnitt nicht mehr als 700 Euro im Monat zur Verfügung. „Die Politik darf die steigende Armut in Vorarlberg nicht länger ignorieren und muss rasch handeln“, fordert Auer. Wichtige Sofortmaßnahmen sind für die AK-Vizepräsidentin die Anhebung der niedrigen Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld und die Abschaffung der Anrechenbarkeit des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe.
Um die Zahl der Armutsgefährdeten dauerhaft zu senken, brauche es aber vor allem eines: Gerecht entlohnte Arbeit. Auer fordert daher einen deutlich höheren Mindestlohn, "von dem die Menschen auch wirklich leben können". Neben der Verringerung der Einkommensungleicht hätte eine derartige Maßnahme auch die Stärkung der Kaufkraft und eine steigende Inlandsnachfrage zur Folge. "Eine Erhöhung des Mindestlohnes würde somit auch wesentlich zur Stabilisierung des Wirtschaftsaufschwunges beitragen", ist sich Auer sicher.