»„MitarbeiterInnengespräche sofort stoppen!“«

„Die derzeit stattfindenden so genannten MitarbeiterInnengespräche bei der Post sind ungeheuerlich und müssen sofort gestoppt werden“, erklären AK-Vizepräsidentin Manuela Auer und der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten in Vorarlberg, Franz Mähr. Denn diese hätten anscheinend nur ein Ziel: Ältere PostlerInnen mit unfairen Mitteln und Methoden aus dem Unternehmen zu drängen.

„Wir haben schon vor Wochen angeprangert, dass die Post-AG offensichtlich systematisch versucht, ältere MitarbeiterInnen loszuwerden“, betonen Mähr und Auer. Diese Befürchtungen hätten sich nun leider bewahrheitet. So würden auch im Lande die Postbeschäftigten in verschiedene Kategorien eingeteilt und mit Schulnoten von eins bis fünf bewertet. Die MitarbeiterInnen mit den schlechtesten Noten würden in weiterer Folge zu Gesprächen geladen. „Den KollegInnen werden dabei indiskutable Angebote unterbreitet und eine Auflösung des Dienstverhältnisses nahe gelegt“, erklärt Franz Mähr und kritisiert, „dass die Post mit diesem Vorgehen Existenzängste schüre und die Beschäftigten enorm belaste und verunsichere. Nicht zuletzt deshalb handle es sich bei diesen MitarbeiterInnengesprächen um einen „klaren Fall von Mobbing“.

Für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer ist das Vorgehen des Post-Managements unverständlich und völlig inakzeptabel. Denn während für Ausschüttungen an die Eigentümer und Manager Millionen da seien, habe die Post für die MitarbeiterInnen in jeder Hinsicht wenig übrig. Auer stellt klar, „dass ein derartiges Verhalten gegenüber älteren und verdienten MitarbeiterInnen nicht ohne Konsequenzen bleiben darf“. Etwaige Maßnahmen von Seiten der Postgewerkschaft werde man daher voll unterstützen. 

Kämpferisch zeigt sich auch Franz Mähr: „Sollte die Post-Führung nicht auf unsere Proteste reagieren, könnte es durchaus zum Streik kommen.“ Die Personalvertretung habe bereits einen Streikantrag gestellt, über den bei der nächsten GPF-Bundesvorstandssitzung am Dienstag abgestimmt werde. „Damit können dann jederzeit gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen eingeleitet werden, sollten die Verhandlungen mit der Unternehmensführung scheitern“, erklärt Franz Mähr.

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