»"Steuergerechtigkeit muss Priorität haben"«

„Längst überfällig“ ist für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer die derzeitige Diskussion rund um die Einführung einer Reichen- bzw. Millionärssteuer für Vermögen ab einer Million Euro. „Es ist allerhöchste Zeit, dass die Politik nun konkrete Schritte in Richtung mehr Steuergerechtigkeit setzt“, betont Auer. Denn während die Löhne und Gehälter der ArbeitnehmerInnen hierzulande überdurchschnittlich hoch besteuert würden, liege Österreich bei der Besteuerung hoher Millionenvermögen weit unter dem europäischen Schnitt.

Auf die bestehende Schieflage im Steuersystem habe sie mit einer Plakatkampagne und verschiedenen Initiativen schon vor Monaten aufmerksam gemacht. „Es freut mich, dass sich die Politik endlich bewegt und nun ernsthaft über unsere Forderung nach einer gerechten Verteilung der Steuer- und Abgabelast diskutiert wird“, so Auer.

Völlig unverständlich ist für die AK-Vizepräsidentin, warum sich gerade ÖVP und FPÖ gegen mehr steuerliche Gerechtigkeit aussprechen. Denn immerhin könnte mit den Einnahmen einer Millionärs- oder Reichensteuer im Gegenzug der Faktor Arbeit und der Mittelstand entlastet werden.

Und dies sei angesichts der immensen Teuerung „unumgänglich und dringend notwendig“, sagt Auer. Denn die hohe Inflation von derzeit 3,5% sei vor allem auf die enormen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie zurück zu führen. „Und auf Nahrung und Treibstoff kann nun einmal niemand verzichten“, so Auer.

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