»Brauchen endlich gerechtes Steuersystem!«

In ihrer Forderung nach Einführung einer Reichensteuer für Millionäre und einer steuerlichen Entlastung der ArbeitnehmerInnen voll bestätigt sieht sich AK-Vizepräsidentin Manuela Auer durch den kürzlich veröffentlichten „Global Wealth Report 2011", demzufolge Österreich in Bezug auf die Millionärsdichte weltweit an fünfter Stelle rangiert. „Während Millionäre von der Erholung der Finanzmärkte und den niedrigen Vermögenssteuern in Österreich profitieren, wissen viele ArbeitnehmerInnen angesichts steigender Sprit- und Lebensmittelpreise nicht mehr, wie sie ihr Leben finanzieren sollen", ärgert sich Auer. Sie fordert die Regierung auf, die Schieflage im Steuersystem endlich zu beseitigen und eine „Steuerreform noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen".

Es sei einfach nicht einzusehen, „warum die ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen zwei Drittel der Steuerlast tragen müssen, während jene, die von der Liberalisierung der Finanzmärkte profitieren, kaum Steuern zahlen müssen", betont Auer. Eine Steuerreform zugunsten der Beschäftigten sowie höhere Beiträge von Spekulanten und Reichen seien vor diesem Hintergrund „längst überfällig und mehr als gerechtfertigt".

Alleine die Anhebung der vermögensbezogenen Steuern auf EU-Niveau brächte Auer zufolge knapp 4 Milliarden Euro an Mehreinnahmen für den Staat. „Damit könnte eine steuerliche Entlastung der ArbeitnehmerInnen finanziert und die ungerechten Kürzungen - beispielsweise bei den Familienleistungen - zurückgenommen werden", so die AK-Vizepräsidentin. Auf europäischer Ebene müsse die Regierung zudem alles unternehmen, „damit die vom Europäischen Parlament unterstützte Finanztransaktionssteuer sowie Maßnahmen zur stärkeren Regulierung der Finanzmärkte auch tatsächlich umgesetzt werden". Dies sei wichtig, um „zukünftige Krisen zu verhindern und die Finanzspekulanten an den von ihnen verursachten Kosten zu beteiligen".


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