Das ist Manuela Auer

Die Bludenzer Löwin Manuela Auer kennt das Leben.  Mit Temperament und Verve weiß sie, was dieses für jede und jeden so auf Lager haben kann. Gerade deswegen hat sie sich dafür entschieden, jedem Tag das Schöne und Wohltuende abzugewinnen. 

Die unverheiratete Mutter eines erwachsenen Sohnes ist Politikerin mit Leib und Seele und das nicht, um sich an einem Spiel um Macht und Prestige zu beteiligen. Nein. Manuela Auer hat sich für die Politik entschieden, weil sie den täglichen Ungerechtigkeiten, denen Menschen immer wieder ausgesetzt sind, etwas entgegen setzen will. 

Auf Manuela Auer ist Verlass. Sie tut, was sie sagt.  Mit ihrer konkreten Arbeit setzt sie ihre Ideen und Visionen für die Menschen um - Tag für Tag und Projekt für Projekt.

Ihr großes Erfahrungsspektrum aus ihrer langjährigen Kulturarbeit in Vorarlberg und das personelle Netzwerk, das sie sich in diesem breit gefächerten Arbeitsfeld erarbeitet hat, kann Manuela Auer in ihrer politischen Arbeit gut nutzen und gebrauchen.

Als erste Frau in Österreich hat sie von 1994 - 2000 die Leitung einer Landesstelle des Renner-Institutes übernommen, um dann als Landesgeschäftsführerin zum Österreichischen Gewerkschaftsbund nach Vorarlberg zu wechseln. 

Seit 1999 engagiert sie sich auch bei der Arbeiterkammer Vorarlberg, deren Vizepräsidentin Manuela Auer seit 2004 nach einem fulminanten Wahlerfolg ist.

Dass politische Arbeit Teamarbeit ist, weiß sie. 
Und wie wichtig jede Frau und jeder Mann in einem Team ist, das hebt Manuela Auer immer wieder deutlich hervor. Aus ihrer Zeit als Frauenfußballerin weiß sie um die Stärken eines motivierten Teams. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nimmt Manuela Auer ernst und respektiert deren Ideen, deren Einsatz in jeder Weise. Sie spricht die einzelnen Menschen direkt und individuell an. Damit fördert sie deren Begabungen und motiviert die Menschen zu Höchstleistungen. Vielleicht steckt hinter dieser Haltung das Geheimnis ihres Erfolgs.

Woher nimmt Manuela Auer die Kraft, den Elan für ihre anspruchsvolle Arbeit und ihr ausgefülltes Leben?

Sie ist gerne in den Bergen, in der Natur. Sogar einen Kletterkurs hat sie gemacht, weil sie ein Fels mit seiner unwiderruflich vorgegebenen Kletterroute herausfordert. 

Musik ist sehr wichtig für sie. 
Klavierspielen entspannt Manuela Auer. Leider reicht die Zeit dafür nicht mehr aus.

In der Kultur, die am Menschen orientiert ist, da findet sie sich wieder.
Theater, bildende Kunst, Sprache - das sind Gebiete, in die sie gerne eintaucht.

Und Lesen, das tut sie täglich. Wann und wo immer ihr das möglich ist. 
Ein Lieblingsgenre hat sie nicht. Sie liest sich durch Biographien, Krimis, historische Romane genauso wie durch Soziologisches, Politisches, Philosophisches und Psychologisches. 

Eine geniale Erfindung ist für sie das knatschgelbe Reclamheft, welches wir alle aus der Schule kennen. Manuela Auer findet, dass in dieser Verlagsidee ganz viel umgesetzt ist, was die sozialdemokratische Idee von Bildung für alle seit jeher fordert: Bildung muss für alle leistbar sein und für alle erreichbar. 
Wen wundert es, dass sie selbst in ihrer Handtasche immer ein paar von diesen Heften mit sich rum trägt.

Die Frage nach der LieblingsschriftstellerIn bleibt von Manuela Auer genauso unbeantwortet wie die nach der LieblingsmalerIn, der Lieblingsmusik und der Lieblingsgestalt in der Geschichte.

Manuela Auer will sich da nicht festlegen lassen, weil sie sich immer wieder neu überraschen lassen möchte. Außerdem glaubt sie daran, dass sich Geschmack sowie Interesse mit dem Lebensalter und der Lebenserfahrung entwickelt und verändert. Das ist genauso nachvollziehbar wie überzeugend und zeigt die lustvolle Seite dieser Frau.

Immerhin konnte ich ihr entlocken, dass ihre Lieblingsfarbe rot ist, sie als Kind Zigeunerin werden wollte und dass sie Tag für Tag mitten in dieser Welt am alltäglichen Leben teilhaben will.

Kulinarische Genüsse aus aller Welt sind eine Leidenschaft von Manuela Auer. Auf die Frage nach ihrem Lieblingsessen antwortet die AK-Vizepräsidentin nicht mit einem leckeren Menüvorschlag, sondern mit einer Einladung an die Köchinnen und Köche das Landes, aktiv zu werden: Die können mich doch einladen und es selbst herausfinden. Das ist mutig. (c) Samya Hamieda Lind