„Post plant Kahlschlag im Ländle“
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer und Postgewerkschafter Franz Mähr kritisieren Schließungspläne und kündigen Widerstand an
Als „Sauerei“ und „unverantwortlichen Kahlschlag“ kritisieren AK-Vizepräsidentin Manuela Auer und Post-Betriebsratsvorsitzender Franz Mähr die Schließungspläne der Post für Vorarlberg. Für die betroffenen Beschäftigten, die KundInnen und die Gemeinden vor allem in den ländlichen Regionen würde dies massive Verschlechterungen bringen. „Das können und werden wir nicht hinnehmen“, kündigen Auer und Mähr entschlossenen Widerstand an. Gefordert seien hier auch das Land und vor allem die betroffenen 22 Gemeinden.
Die jetzt bekannt gewordenen Pläne der Post AG seien „ein Alptraum“, so Auer. Von den bestehenden 59 Post-Filialen im Lande sollen 22 zugesperrt und durch Postpartner ersetzt werden. „Ein absoluter Kahlschlag“, kritisiert Auer. Die Post AG, die dreistellige Millionengewinne mache, würde sich damit aus ganzen Regionen zurückziehen. Dies würde nicht nur die Beschäftigten, sondern auch all jene Menschen treffen, die nicht bzw. weniger mobil seien. Von einem Unternehmen, das mehrheitlich dem Staat gehöre, sei dies gerade auch in Zeiten, wo um jeden Arbeitsplatz gekämpft werde, ein „absolut unerträglicher Schritt“, so Auer.
„Augenauswischerei“
Die gleichzeitige Ankündigung der Post AG, die Versorgung der Bevölkerung durch Postpartner sicherzustellen und sogar noch auszubauen, bezeichnet der Betriebsratsvorsitzende der Post im Ländle, Franz Mähr als „reine Augenauswischerei“.
Die Postfilialen hätten andere Aufgaben und Agenden als die Postpartner. Und: „Wenn ein Partner schließt, dann gibt es nichts mehr“. Mähr erwartet sich von den politisch Verantwortlichen eine klare Absage an die Schließungspläne. „Wir werden dies nicht kampflos hinnehmen, sondern gemeinsam mit den Beschäftigten, KundInnen und Gemeinden den Widerstand organisieren“, kündigt Mähr an.
