„Rasch und entschlossen handeln!“
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer fordert kräftige Lohnsteuerreform, umgehende Umsetzung der Konjunkturpakete und zusätzliche Impulse für die Jugendbeschäftigung
„Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem im Jugendbereich erfordert ein rasches und entschlossenes Handeln“, erklärt AK-Vizepräsidentin Manuela Auer angesichts der erschreckenden Arbeitsmarktdaten. Konkret müssten die kleinen und mittleren Einkommen kräftig entlastet und zusätzliche Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit und zur Sicherung der Arbeitsplätze ergriffen werden, so Auer.
Die auf Bundes- wie Landesebene diskutierten und beschlossenen Maßnahmenpakete müssten „unverzüglich umgesetzt werden“. Dies gelte vor allem für die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen. „Bei einem Zuwachs von 27 Prozent müssen die Alarmglocken schrillen“, erklärt Auer. Sie fordert deshalb die rasche Umsetzung des Jugendbeschäftigungspaketes, die Wiedereinführung des Blum-Bonus I zur Förderung von zusätzlichen betrieblichen Lehrplätzen, den Ausbau der überbetrieblichen Ausbildungszentren und die Rücknahme der kontraproduktiven Kündigungsmöglichkeit bei Lehrlingen.
Ganz wichtig aber sei die Stärkung der Kaufkraft, so Auer. Dazu sei eine kräftige steuerliche Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen um mindestens 6 Milliarden EURO dringend erforderlich. Die bisher veranschlagten 2,7 Mrd. würden in der gegenwärtigen Situation zur Belebung der Konjunktur einfach nicht ausreichen, sondern wirkungslos verpuffen.
Darüber hinaus müssten alle Instrumente der Arbeitsmarktpolitik genutzt werden, um den Zuwachs der Arbeitslosigkeit möglichst zu dämpfen. Dazu gehören für Auer u. a. eine erleichterte Kurzarbeitmöglichkeit, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und die Ausweitung von Arbeitsstiftungen auch für Leiharbeiter.
