Bei Jobverlust droht Armut und Ausgrenzung!
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer fordert Erhöhung des Arbeitslosengeldes und rasche Umsetzung der Mindestsicherung
11.738 Vorarlberger und Vorarlbergerinnen waren Ende März arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Zuwachs von 4,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer ein klares Zeichen dafür, „dass die Krise am Vorarlberger Arbeitsmarkt noch lange nicht vorbei ist". Um zu verhindern, dass Arbeitslosigkeit zur Armutsfalle wird, fordert sie die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf EU-Schnitt und die rasche Umsetzung der Mindestsicherung.
Knapp 500.000 Menschen sind in Österreich von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Eine alarmierende Zahl, die in Folge der nach wie vor prekären Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter steigen könnte, befürchtet Manuela Auer. Grund dafür ist das geringe Arbeitslosengeld, das viele Jobsuchende vor große finanzielle Probleme stellt und oft nicht mehr ausreicht, „um über die Runden zu kommen".
Um im Falle des Jobverlustes ein Abrutschen in die Armut zu verhindern, sei es daher besonders wichtig, das Arbeitslosengeld zu erhöhen. Dieses sei mit 55 Prozent des Nettogehaltes im Vergleich zu anderen europäischen Staaten viel zu gering und müsse endlich auf EU-Niveau angehoben werden. Auch die Umsetzung der schon beschlossenen Mindestsicherung müsse von der Landesregierung rasch vorangetrieben werden. "Nicht Arbeitssuchende und Beschäftigte, sondern jene müssen zur Verantwortung gezogen werden, die die Wirtschaftskrise auch verursacht haben", betont Auer.
