Sozialpartnergipfel gegen Lohnverzicht!
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer: Land muss aktiv werden und Überbrückungshilfen anbieten
„Der Verzicht auf das Urlaubsgeld bei der Firma Heron ist eine absolute Zumutung!“, kritisiert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer. Mit solchen und ähnlichen Versuchen, die Wirtschaftskrise auf die ArbeitnehmerInnen abzuwälzen, müsse Schluss sein! Landeshauptmann Sausgruber wird aufgefordert, unverzüglich einen Sozialpartnergipfel einzuberufen, um dieses ernste Problem zu beraten und abzustellen.
„Natürlich ist es unser gemeinsames Anliegen, die Unternehmen auch in Zeiten der Wirtschaftskrise zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern“, so die AK-Vizepräsidentin. Aber es sei „absolut unerträglich“, wie in einigen Vorarlberger Unternehmen die Angst der Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze schamlos ausgenutzt werde.
Dem bei Metzler und Getzner schon praktizierten Lohnverzicht füge Heron mit dem Griff nach dem Urlaubsgeld nun eine neue Facette der einseitigen Abwälzung der Krisenlast auf die Beschäftigten hinzu.
Für Auer herrscht hier dringender Handlungsbedarf. Das Land und die Sozialpartner dürften hier nicht länger zusehen.
Konkret fordert Auer daher
1. Landeshauptmann Sausgruber und Wirtschaftslandesrat Rüdisser auf, unverzüglich einen Sozialpartnergipfel einzuberufen, um den unübersichtlich und wild um sich greifenden Lohnverzicht in Vorarlberger Betrieben zu stoppen.
2. das Land, das über genügend Rücklagen verfügt, auf, Firmen bei Finanzproblemen mit Überbrückungshilfen rasch zu unterstützen, damit sie ihre schwierige Situation auch ohne Lohnverzicht und Kündigungen durchtauchen können.
„Für den Steuerzahler ist die Arbeitslosigkeit die schlimmste und teuerste Form des Lohnverzichtes“, so Auer. Gemeinsam müsse daher alles getan werden, um diese zu verhindern.
