"Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln bekämpfen!"

Dramatische Arbeitslosenzahlen: AK-Vizepräsidentin Manuela Auer fordert Forcierung der Kurzarbeit und Erhöhung des Arbeitslosengeldes





„Wir dürfen die Menschen, die auf Grund der Krise unverschuldet ihre Arbeit verlieren, nicht im Regen stehen lassen“, betont AK-Vizepräsidentin Manuela Auer. Angesichts der dramatischen Situation auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt müsse alles getan werden, um einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern und Betroffenen finanzielle Sicherheit zu geben. Als wichtige Maßnahmen fordert Auer die weitere Forcierung der Kurzarbeit als Möglichkeit, Beschäftigte auch in Zeiten der Krise zu halten sowie die Erhöhung des Arbeitslosengeldes.

 

 

Die Lage am Vorarlberger Arbeitsmarkt hat sich weiter verschärft. So waren im Mai laut AMS 11.362 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Anstieg von 37,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Dazu kommen noch 2.200 Personen, die sich in Schulungsmaßnahmen befinden. Wie in den Monaten zuvor, sind auch im Mai wieder Beschäftigte in der Metall- und Elektronikbranche, Hilfsberufe sowie junge Erwachsene besonders betroffen.

 

 

Kurzarbeit forcieren!

 

 

„Wir müssen alles unternehmen, um die hohe Arbeitslosigkeit einzudämmen“, sagt Auer. Die von den Sozialpartnern erst im Februar verbesserte Kurzarbeit sei die beste Möglichkeit, um einen Personalabbau auch in schwierigen Zeiten verhindern zu können. „Diese Möglichkeit muss aber auch in Anspruch genommen werden“, betont Auer und verweist dabei auf Unternehmen, die Kurzarbeit grundsätzlich ablehnen und stattdessen Personal abbauen.

 

 

Arbeitslosengeld erhöhen

 

 

Wichtig ist für Auer auch, den Menschen, die auf Grund der Wirtschaftskrise ihren Arbeitsplatz verlieren, finanziell zu helfen. Die Einkommenseinbußen als Folge der Arbeitslosigkeit seien dramatisch und würden die Betroffenen vor große finanzielle Probleme stellen. „Viele von ihnen können Fixkosten wie Mieten und Kreditraten nicht mehr bezahlen“, sagt Auer. Um dies zu verhindern, sei es dringend erforderlich, das Arbeitslosengeld zu erhöhen. Denn dieses betrage in Österreich lediglich 55% des vorhergehenden Nettolohnes. In Deutschland seien es immerhin 60%, in der Schweiz gar 70%. „Eine Anhebung auf EU-Durchschnitt ist angesichts der alarmierenden Arbeitslosigkeit wichtiger denn je“, so Auer. Dies würde nicht nur den Betroffenen, sondern auch der Wirtschaft helfen.