Frauen wollen Taten sehen
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer fordert mehr Einkommenstransparenz
In keinem anderen Bundesland verdienen Frauen im Vergleich zu den Männern weniger als in Vorarlberg. Laut neuster AK-Studie beträgt die Einkommensdifferenz im Ländle 33%. Ein Umstand, der für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer „nicht länger hinnehmbar ist". Sie fordert Landesregierung und Wirtschaft auf, hier endlich gegenzusteuern und die bestehende Ungleichbehandlung zu beseitigen. „Den Versprechungen der Politik müssen endlich Taten folgen", so Auer. „Reden alleine reicht nicht aus. Was die Frauen in Vorarlberg brauchen, sind konkrete Maßnahmen und Initiativen."
Frauen sind auf Grund niedriger Einkommen weit mehr von Armut betroffen als Männer. Mit ein Grund: Mehr als die Hälfte der Vorarlberger Frauen arbeiten in Teilzeit, immer mehr werden in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt. „Ein Job alleine reicht oftmals nicht mehr aus, um über die Runden zu kommen", so Auer. Auch bei der sozialen Absicherung im Alter oder bei Arbeitslosigkeit hätten Frauen meist das Nachsehen.
„Die Vorarlberger Frauen erwarten sich gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit", betont die AK-Vizepräsidentin. Von Seiten des Landes und der Wirtschaft erwartet sie sich mehr Einsatz im Kampf für Einkommensgerechtigkeit und Gleichbehandlung: „Die Ausweitung der Einkommenstransparenz und die Anhebung der Mindestlöhne sind nur einige der Maßnahmen, die sofort umgesetzt gehören."
